Die meisten Monitore sind im Auslieferungszustand „falsch“ eingestellt. Aus diesem Grund ist es für alle Fotografen und Bildbearbeiter Pflicht, den Monitor an dem Bilder professionell bearbeitet werden, regelmäßig zu kalibrieren.


Oft sitzt man mehrere Stunden am Rechner um, Bilder zu bearbeiten.
Doch viele setzten den Fokus eher auf teurere Objektive und Kamera-Zubehör, um bessere Bilder zu erhalten. Versteht mich nicht falsch, natürlich ist das wichtig, besonders wenn professionell fotografiert wird. Und selbstverständlich bin auch ich der Meinung das schon sehr gute Bilder aus der Kamera kommen sollten, damit nicht am Rechner zu viel nach bearbeitet werden muss. Aber der Fokus sollte doch eher bei der Farbechtheit liegen. 
Wenn die Farben falsch gesehen werden, können diese Farben auch nur falsch korrigiert werden.
Zum Beispiel bei einem Monitor mit Blaustich, korrigiert man selbstverständlich gegen mit gelb, obwohl das Bild es gar nicht benötigt. Wenn du eine Farbkorrektur in Photoshop oder Lightroom mit einem Monitor durchführst, der nicht ordnungsgemäß kalibriert ist, kann das zu einer Verschlechterung des Bildes führen!


Es ist auch so, dass selbst ein High-End-Monitor mit der Zeit die Farben nicht mehr richtig dargestellt. Aus diesem Grund muss regelmäßig mit einem sogenannten Colorimeter eine Kalibrierung durchgeführt werden.


Bei den IMac’s ist es so, dass sie von Werk aus zu viel Blau und Grün dargestellt wird. Und die Rottöne sind zu schwach. Das kann fatal sein, denn die Haut bei Menschen hat einen sehr hohen Rotanteil. Das kann zur Folge haben, dass die Haut schlecht aussieht.


Aber wie genau wird ein Monitor kalibriert?
Es gibt mehrere Arten und natürlich unterschiedlichste Geräte und Colorimeter um einen Monitor zu kalibrieren. Ich selbst benutze den Spyder 5 Express*. Das ist ein externes Gerät, das vor den Monitor gehängt wird und die Farben und das Licht misst. Aus diesen Messungen wird anschließend eine Softwarekorrektur vorgenommen, um sicher zu stellen, dass die Farben richtig angezeigt werden.




Eine Kalibrierung mit dem Spyder 5 Express*, ist sehr einfach. Das einzige was ihr braucht ist das Gerät selbst und die Software könnt ihr kostenlos hier downloaden.

Wenn die Software installiert ist, führt euch der Assistent durch die Kalibrierung.
Wichtig ist es, dass der Monitor Minimum 30 Minuten eingeschaltet ist und kein direktes Licht auf den Monitor fällt.



Dann muss das Gerät, Hersteller und Modell angegeben werden, was ihr kalibrieren wollt.



Als Nächstes wird nun der Spyder 5* an den Monitor gehängt. Und die Kalibrierung kann gestartet werden.



Wenn die Kalibrierung fertig ist, muss nur noch das Profil was aus den Messungen erstellt wurde, gespeichert werden.


Am spannendsten ist der Vorher / nachher - Vergleich.
Wenn ihr zum ersten Mal euren Monitor kalibriert habt kann es passieren, dass ihr schockiert seit nach dem ihr merkt wie ihr vorher eure Bilder bearbeitet habt. Ich versichere euch, ihr werdet einen Unterschied sehen.


 Nach der Kalibrierung sahen meine Bilder viel besser aus. Die Hauttöne kamen natürlicher rüber und die Rottöne zeigten sich viel besser.
Im Allgemeinen sehen die Bilder nach der Kalibrierung einfach besser aus.