Die Steelwool oder Stahlwolle-Fotografie ist eine der spektakulärsten Light-Paint-Techniken überhaupt. Mit wenig Aufwand kannst auch du, sehr eindrucksvolle Steelwool-Fotos erstellen. Ich kann es jedem nur empfehlen aus zu probieren und teile gerne meine Erfahrungen mit euch.





Das wird gebraucht:
• Kamera mit Manuellen Modus (Um eine Langzeitbelichtung zu erstellen, muss die Belichtungszeit sich Manuell einstellen lassen.)

• Stativ (Bei dieser art von Aufnahme ist eine Langzeitbelichtung nötig. Dabei muss die Kamera still stehen.)

• Schneebesen aus Mami’s Küche (der sollte danach selbst verständlich nicht mehr zum Kochen benutz werden)

• Stabile Schnurr oder ein Seil (Die Schnur wird am Schneebesen befestigt, um die Stahlwolle im Schneebesen zu schleudern.)

• Feine Stahlwolle (Feinheit: 0000)

• Feuerzeug

• Kleidung (die nicht sofort brennt)

• Schutzbrille

• Feuerlöscher


Wenn ihr schon alles da habt, kann es schon direkt los gehen.
Die Idee dahinter ist es, die Schnur oder das Seil am Schneebesen zu befestigen, damit der Schneebesen mit der entzündeten Stahlwolle geschleudert werden kann.








Der Schneebesen wird mit ca. einer Hand voll Stahlwolle gefüllt. Der Trick dabei ist es, dass die Stahlwolle locker und luftig in den  Schneebesen passt, damit ausreichend Luft dran kommt und so genug Funken fliegen. Ihr solltet aber auch die Stahlwolle etwas mit dem Schneebesen verweben, damit sie möglichst lange im Schneebesen bleibt und nicht sofort raus fliegt.






Die Stahlwolle lässt sich  mit sehr wenig Mühe entzünden. Es reicht aus mit dem Feuerzeug eine Stelle an zu zünden, denn sobald eine Stelle der Stahlwolle glüht und dann geschleudert wird, brennt sie sofort und die Funken fliegen!
Durch die Menge der Stahlwolle und die Kraft die ihr aufwendet beim schwingen, könnt ihr den Funkenflug variieren. Dafür braucht es aber ein wenig Gefühl und Übung aber nach ein wenigen Versuchen, habt ihr den Dreh, wortwörtlich raus!



Diesen entstehenden Funkenflug könnt ihr mit einer Langzeitbelichtung aufnehmen.
Die Kamera steht am besten sicher auf einem Stativ.
Die Kamera Einstellungen variieren natürlich je nach Umgebung und vorhandenen Licht.
 Den ISO- Wert solltet ihr gering halten damit das Bild nicht zu sehr rauscht. Und die Belichtungszeit kommt darauf an wie lange die Funken fliegen und wie viel Funkenflug ihr in der Aufnahme haben wollt.





Für das Bild am See habe ich mit der Canon 6D fotografiert und die Einstellungen  waren :





Auf alle Fälle ist es sinnvoll wenn jemand dabei und die Kamera auslöst. Dann müsst ihr auch nicht bei jedem auslösen vor zur Kamera laufen und müsst auch nicht mit einem Fernauslöser auslösen.



Das Thema Sicherheit
Durch das schleudern der Stahlwolle, können die Funken sehr sehr weit fliegen. Es ist auf jeden Fall Pflicht, dafür zu sorgen das alles sicher ist und das nichts durch den Funkenflug abfackelt.
Wenn es im Sommer zu trocken ist und in der Nähe sind Bäume, Felder oder Büsche die brennen könnten, dann bitte lasst es sein! Wartet bis es geregnet hat oder wechselt zu einer sicheren Umgebung.

Wenn ihr fertig seit mit den Aufnahmen, wartet noch eine kurze Zeit und schaut ob in der Umgebung irgend was glüht.

Selbst wenn ihr ihn nicht brauchen würdet, macht ein kleiner Feuerlöscher Sinn.


Die eigene Sicherheit ist auch nicht zu vernachlässigen. Es ist zwar überhaupt nicht schlimm und tut auch nicht weh wenn kleinere Funken auf die haut kommen, weil meistens die Funken der feinen Stahlwolle sehr schnell während dem Flug abkühlen. Aber trotzdem kann es passieren das große glühende Stahl-Klumpen raus fallen. Aus dem Grund solltet ihr zur Sicherheit, rein generell Kleidung (die schmutzig werden darf) anziehen mit langen Ärmeln und auf jeden fall eine Mütze um eure Haare zu schützen. Eine Schutzbrille, normale Brille oder Sonnenbrille, schützt da vor das Funken ins Auge kommen.









Seid vorsichtig aber habt viel Spaß.